Bauflation – jetzt Immobilie modernisieren?

Inflation, gestiegene Zinsen, Knappheit an Baumaterial und Fachkräften – für viele Eigentümer scheint jetzt nicht die Zeit, um die Immobilie zu modernisieren. Dabei kann sie sich lohnen. Denn Sie senkt nicht nur die Energiekosten, sondern erhöht gleichzeitig die Wohnqualität und den Wert der Immobilie. Doch wie können Eigentümer jetzt vorgehen?

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Modernes Einfamilienhaus in der Abenddämmerung mit beleuchteten Fenstern – Symbolbild für Immobilienbewertung, Wertermittlung und professionelle Einschätzung des Immobilienwerts.

Etwa 43 Millionen Wohnungen in Deutschland müssen saniert werden, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Viele unsanierte Immobilien verbrauchen laut Experten doppelt so viel Energie wie Neubauten. Dabei geht es bei „Modernisierung“ nicht nur um energetische Sanierung. Viele Eigentümer wollen ihre Immobilie auch anderweitig erneuern.

1. Der richtige Fahrplan

Eine Kernsanierung ist eine logistische Herausforderung. Deshalb bevorzugen viele Eigentümer, ihre Immobilie Stück für Stück zu modernisieren. Um ein optimales Sanierungsergebnis zu bekommen, ist die richtige Reihenfolge der Maßnahmen wichtig. Deshalb raten Experten, sich einen individuellen Sanierungsfahrplan von einem Fachmann erstellen zu lassen.

2. Fördermittel beantragen

Für die energetische Sanierung gibt es staatliche Zuschüsse. Je niedriger der Energieverbrauch der Immobilie nach der Sanierung ist, desto höher ist die Förderung. Anträge können bei der BAFA oder KfW gestellt werden. Wichtig ist, dies zu tun, bevor Sie die Handwerker beauftragen. Außerdem können bei der KfW-Bank auch sehr zinsgünstige Kredite bis maximal 150.000 Euro pro Wohneinheit für eine geplante Kernsanierung beantragt werden. Zusätzlich können auch staatliche Tilgungszuschüsse gewährt werden.

3. Handwerker finden

Der aktuelle Fachkräftemangel erschwert es, Handwerker zu finden. Die Wartezeit auf einen Termin kann derzeit bis zu neun Wochen dauern. Experten empfehlen deshalb, frühzeitig mit der Suche nach den passenden Handwerkern zu beginnen. Bei den örtlichen Handwerkskammern oder auf www.co2online.de finden Bauherren Unternehmen, die sich mit energetischer Sanierung auskennen.

4. Bauphase

Saniert wird grundsätzlich von außen nach innen. Erst die Fassade, dann die Heizung – beispielsweise. Bei umfassenden Sanierungsmaßnahmen sollte eine Baubegleitung hinzugezogen werden. Auch diese kann durch die KfW gefördert werden. Außerdem empfehlen Experten, sich Lieferscheine und Baubeschreibungen nach der Sanierung von den Handwerkern geben zu lassen. Diese Unterlagen spielen eine Rolle bei der Gewährleistung. Abschließend muss ein Energieberater die erreichte Energieeffizienz bestätigen, damit die beantragten Fördergelder ausgezahlt werden können.

Sind Sie unsicher, welche Modernisierungsmaßnahmen wie den Wert Ihrer Immobilie beeinflussen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © katdom/Depositphotos.com

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