Hausbesichtigung beim Kauf: Worauf Interessenten besonders achten sollten

Der erste Eindruck einer Immobilie kann begeistern, sollte aber niemals die sorgfältige Prüfung ersetzen. Feuchte Stellen im Keller, feine Risse im Mauerwerk, veraltete Leitungen oder dauerhafter Verkehrslärm können später hohe Kosten und erhebliche Einschränkungen verursachen. Kaufinteressenten sollten deshalb bei der Besichtigung strukturiert vorgehen, genau hinsehen und gezielt nachfragen. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Immobilie realistisch einzuschätzen.

 

Jede Immobilie ist besonders.

Finden Sie heraus, wie viel Ihre Immobilie wert ist.
Wir bewerten Immobilien - professionell und zeitnah.
Melden Sie sich!

Modernes Einfamilienhaus in der Abenddämmerung mit beleuchteten Fenstern – Symbolbild für Immobilienbewertung, Wertermittlung und professionelle Einschätzung des Immobilienwerts.

Vor dem Termin: Informationen sammeln und Besichtigung vorbereiten

 

Bereits vor der Besichtigung lohnt es sich, wichtige Unterlagen anzufordern. Dazu zählen insbesondere Grundrisse, Wohnflächenberechnungen, Energieausweis, Baupläne, Nachweise über Modernisierungen und vorhandene Protokolle zu Schäden oder Reparaturen. Auch Angaben zum Baujahr, zur Heizungsanlage und zu laufenden Kosten geben erste Hinweise auf den Zustand und die zu erwartenden Ausgaben.

 

Hilfreich ist außerdem eine Liste mit offenen Fragen, damit wichtige Punkte nicht vergessen werden. Dazu gehören bekannte Schäden, frühere Sanierungen, mögliche Altlasten sowie Gründe für den geplanten Verkauf der Immobilie.

 

Für den Termin sind ein Smartphone mit Kamera, ein Notizblock, ein Maßband und eine Taschenlampe hilfreich. Fotos sollten jedoch nur nach Zustimmung des Eigentümers oder Maklers gemacht werden. Wer die Immobilie mehrfach besichtigt, kann Eindrücke besser vergleichen. Idealerweise findet mindestens ein Termin bei Tageslicht statt, damit Räume, Fassade und Grundstück gut beurteilt werden können.

 

Gebäudezustand einschätzen: Kritische Bereiche sorgfältig prüfen

 

Bei der Besichtigung sollte nicht nur auf Ausstattung und Raumaufteilung geachtet werden. Entscheidend ist vor allem die Bausubstanz. Im Keller können muffiger Geruch, Verfärbungen oder abblätternder Putz auf Feuchtigkeit hinweisen. An der Fassade sind größere Risse, beschädigter Putz und auffällige Ausbesserungen genauer zu betrachten. Auch Fenster, Türen, Dach, Dachrinnen und sichtbare Leitungen verdienen Aufmerksamkeit.

 

Im Inneren sollten Käufer auf Wasserflecken, Schimmelspuren, unebene Böden und den Zustand von Elektrik, Heizung und Sanitäranlagen achten. Fragen Sie konkret, wann Dach, Fenster, Heizung oder Leitungen zuletzt erneuert wurden. Bei älteren Gebäuden oder erkennbaren Auffälligkeiten ist es sinnvoll, einen Bausachverständigen hinzuzuziehen. Die Kosten einer fachlichen Einschätzung sind meist deutlich geringer als unerwartete Sanierungsarbeiten nach dem Kauf.

 

Nicht nur das Haus zählt: Wohnumfeld realistisch bewerten

 

Auch eine baulich überzeugende Immobilie muss zum Alltag der Käufer passen. Deshalb sollten Verkehr, Geräuschentwicklung, Parksituation, Nachbarschaft und Infrastruktur geprüft werden. Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und öffentliche Verkehrsmittel können den Wohnkomfort und den langfristigen Wert beeinflussen.

 

Ein Besuch zu unterschiedlichen Tageszeiten zeigt, wie ruhig oder belebt die Umgebung tatsächlich ist. Auch geplante Bauvorhaben in der Nähe sollten vor dem Kauf geprüft werden.

 

Sie möchten den Zustand einer Immobilie verlässlich einschätzen? Wir unterstützen Sie bei der Besichtigung und vermitteln bei Bedarf erfahrene Fachleute. So treffen Sie Ihre Kaufentscheidung auf einer soliden Grundlage. Nehmen Sie kontakt auf!

 

 

Hinweise:

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s ChatGPT

 

 

KUF_KAU_5

Bewerten Sie jetzt Ihre Immobilie!

Kostenfrei | Unverbindlich

Photovoltaik beim Immobilienverkauf: Mehrwert oder unnötige Investition?

Eine Photovoltaikanlage kann die laufenden Energiekosten reduzieren und macht eine Immobilie für viele Kaufinteressenten attraktiver. Dennoch führt Solarstrom auf dem Dach nicht automatisch zu einem entsprechend höheren Verkaufspreis. Entscheidend sind unter anderem Alter, Leistung, technischer Zustand und Eigentumsverhältnisse der Anlage. Auch die Frage, ob sich eine kurzfristige Nachrüstung vor dem Verkauf wirtschaftlich lohnt, sollte sorgfältig…

Weiterlesen

Sanierungspflicht: Auswirkungen auf den Immobilienverkauf

Wechselt eine Immobilie den Eigentümer, verpflichtet das Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2020 den Käufer zur Sanierung. Für Käufer bedeutet das, dass die Immobilie teurer wird. Das wiederum bedeutet für Verkäufer, dass es aktuell noch schwieriger wird, einen Käufer zu finden. Wie bei Haushaltsgeräten gibt es auch für Immobilien eine Energieeffizienzklasse, die Skala reicht von A bis…

Weiterlesen

Das Immobilien-Wetter: Auflockerungen mit zunehmend heiteren Abschnitten

Nach zwei Jahren mit deutlichen Preisrückgängen stabilisieren sich die Immobilienmärkte zunehmend. Besonders in Regionen mit knappen Wohnraumangeboten sind wieder Preissteigerungen zu verzeichnen.

Weiterlesen

UNSER TEAM

mit Leidenschaft dabei

Petra Sattler

Geschäftsführerin

034292 / 73375 0171 / 4367 166 info@sattlerimmo.de

Tanja Pieper

Marketingreferentin

034292 / 73375 info@sattlerimmo.de

Susann Ptak

Immobilienfachwirtin

034292 / 73375 info@sattlerimmo.de